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Informationen zur Königsfamilie

Die Königsfamilie, fest verankert in der dänischen Gesellschaft und wichtiges nationales Symbol, ist eines der beliebtesten Königshäuser weltweit und nicht nur in Deutschland Thema etlicher Zeitschriften und Magazine.
Der Status, den die Königsfamilie innerhalb des dänischen Volkes genießt, liegt nicht nur allein in der Monarchie als Tradition begründet, sondern auch in den Mitgliedern des Königshauses, die traditionelle Werte aufrechterhalten, sich gleichwohl an die Bedingungen der modernen und schnelllebigen Zeit angepasst und die Gunst der eigenen Bevölkerung und auch die anderer Staaten gewonnen haben, allen voran das dänische Staatsoberhaupt Königin Margrethe II.
Das Volk respektiert und schätzt die sympathische Monarchin und ihre Familie, dies wird insbesondere bei großen Anlässen wie königlichen Hochzeiten oder Jubiläen aber auch im Alltag deutlich.

Geschichte

Das Volk der Dänen soll im 6. Jahrhundert aus Schonen nach Jütland und auf die westlichen Ostseeinseln, wo es andere germanische Stämme verdrängte, gekommen sein. Im 10. Jahrhundert vereinigte Gorm der Alte († um 950) die einzelnen Kleinkönigreiche unter seiner Herrschaft. Sein Sohn Harald Blauzahn nahm um 960 den christlichen Glauben an. Bis 1035, als Knut der Große starb, gelang den dänischen Königen die Eroberung weiter Teile der britischen Inseln, Norwegens und der von 975 bis 1026 fränkischen Mark Schleswig (zwischen Eider und Schlei). Bis weit in das 11. Jahrhundert wurden unter anderem die Dänen, Schweden und Norweger als Wikinger bezeichnet, die in ganz Europa Kolonien gründeten und Handel trieben, aber auch ganze Länder und Landstriche plünderten und Kriege führten.

Nach einer kurzen Phase der Schwäche begann mit Waldemar I. ein erneuter Aufstieg. Große Teile der südlichen Küstenregionen der Ostsee, welche von Elb- und Ostseeslawen besiedelt wurden, fielen an Dänemark, 1219 (Kooperation mit dem deutschen Schwertbrüderorden) sogar der Norden Estlands, das damalige Livland. Der Besitz dieser Gebiete war allerdings nicht von langer Dauer, da eine Koalition aus norddeutschen Landesherren und Städten Dänemark 1227 bei Bornhöved schlugen, Estland 1346 an den Deutschen Orden verkauft wurde und Dänemark 1370 die Vorherrschaft der Hanse in der Ostsee anerkennen musste. Die dänischen Herrscher richteten ihren Blick nun nach Norden: 1397 wurden Dänemark, Norwegen, Island, Schweden und Finnland in der Kalmarer Union vereint, die unter dänischer Vorherrschaft stand. Der Verbund existierte, bis 1523 Schweden seine Unabhängigkeit zurückerlangte (siehe Gustav I. Wasa).

Bis ins 17. Jahrhundert hinein blieben die Auseinandersetzungen mit Schweden bestimmend, da beide Königreiche um die Oberherrschaft in Skandinavien und im baltischen Raum kämpften. Schonen, Blekinge und Halland (Teile des heutigen Schwedens), das eigentliche Herkunftsgebiet der Dänen, fielen 1658 an Schweden, einzig die Insel Bornholm verblieb bei Dänemark. Die bis dahin zentral gelegene Hauptstadt Kopenhagen wurde zu einem Grenzort. Das Geistesleben jener Zeit war von der Reformation bestimmt, die 1536 von Christian III. eingeführt wurde. Frederick III. ersetzte 1660/61 das bestehende Wahlkönigtum zugunsten einer Erbmonarchie.

Die Wikinger

Die isländischen Sagas und die Edda künden bis heute von den großen Heldentaten mutiger Nordmänner, die sich in ungestümen Zeiten auf die raue See aufmachten, um die Welt zu erobern. Der Begriff Wikinger stammt vermutlich vom altnordischen „vikingr“ und bedeutet Seefahrer. Unter diese Bezeichnung fallen demnach nicht alle skandinavischen Völker, sondern nur der Volksstamm, der zu Eroberungszügen oder Handelsreisen in See stach.


Beginn der Wikingerzeit

Der Beginn der Wikingerzeit wird zumeist mit dem Angriff auf das Kloster Lindisfarne im englischen Northumberland im Jahr 793 gleichgesetzt. Von den ersten Kolonien in Großbritannien aus erweiterten die Wikinger fortan kontinuierlich ihr Einflussgebiet nach Island und Grönland. Der Erfolg der Wikinger gründete sich vor allem auf ihre Geschicklichkeit beim Segeln und ihre enormen Fertigkeiten im Schiffsbau, ihre Drachenschiffe waren schmaler, schneller und leichter als die Flotten aller anderen Europäer.


Blütezeit der Wikinger

Zwischen 800 und 1050 beherrschten die Wikinger nicht nur große Teile Nordeuropas, sondern dehnten ihr Reich sogar im Westen bis an die Küsten Nordamerikas und im Osten bis nach Russland aus. Bis nach Italien und Spanien reichten ihre Handelskontakte, denn die Nordmänner zeichneten sich nicht nur durch ihre Kampfeslust und ihre Überlegenheit auf See aus, sondern erwiesen sich auch als geschickte Händler und Strategen.


Ende der Wikingerzeit

Als Ende der Wikingerzeit wird heute zumeist die Schlacht bei Hastings 1066 angesehen, allerdings war der Untergang des Wikingerreiches tatsächlich ein schleichender Prozess, den viele Faktoren beeinflussten. Die fortschreitende Christianisierung Nordeuropas und die Erstarkung der Königreiche Dänemark, Norwegen und Schweden sorgten für friedlichere Zustände, und die herausragenden Qualitäten auf See wurden nach und nach von anderen Völkern eingeholt.